Yoga im Juli

Jeden Juli

verehren wir besonders das Prinzip des Adi Gurus, des Ur-Meisters.

In uns.

Shri Adi Guru Dattatreya verkörpert den Ursprung dieses Prinzips:

 

Lord Dattatreya wird symbolisch mit drei Köpfen, sechs Händen, vier Hunden abgebildet und steht vor einer Kuh und einem Baum. In seinen Händen hält er eine Trommel (damaru), eine diskusartige Waffe (chakra), ein Muschelhorn (sankh), einen Rosenkranz (japamala), einen Wasserbehälter (kamandala) und einen Dreizack (trisula).

Die drei Köpfe des Lords stellen Brahma Tatwa, Vishnu Tatwa und Shiva Tatwa dar. Brahma ist die allmächtige kreative Ursache, Vishnu ist die unterstützende Energie und Shiva ist die auflösende Energie (Srishti-, Sthithi- und Laya-Energie).

Alle diese Attribute des Lords haben ihre esoterischen Bedeutungen: der Dreizack wird für das Vernichten des Ego verwendet, und die Trommel wird benutzt, um jene Seelen zu wecken, die noch im Schlummer der Unwissenheit schlafen. Das Muschelhorn des Lords Dattatreya wird benutzt, um das OMKARA, den ursprünglichen Ton und das erste Wort der hinduistischen Schriften ertönen zu lassen. Das göttliche AUM besteht aus: Akara – zugeordnet Brahma, dem Schöpfer/Initiator; Ukara – Vishnu, dem Erhalter/Beschützer; Makara – Maheswara (Shiva), dem Zerstörer/Beender. Wenn sie im Muschelhorn des Lords zusammengemischt werden, erklingt das ewige Omkara-Datta.

OM ist ein wesentlicher Ton. Mit jedem Atemzug schwingt in unseren Lungen das Omkara mit: So-ham, So-ham.  Ich bin die Welt, ich bin das Universum, ich bin Lord Shiva, ich bin Lord Vishnu. Wir singen immer dieses Mantra, selbst wenn wir gehen, schlafen, sprechen oder essen. Die Geschwindigkeit, mit der wir dieses So-ham erklingen lassen, kann sich mit unserer körperlichen Aktivität verändern, aber das So-ham bleibt ewig. Wenn der Körper aufhört, mit diesem göttlichen Ton mitzuschwingen, sucht die Seele einen anderen Wohnsitz. Bei allen lebenden Geschöpfen, sogar bei Tieren schwingt dieses AUM in ihrem Körper mit. In Sanskrit bedeutet „Datta“ Geschenk, folglich ist Omkara das ewige Geschenk Gottes an alle Seelen.

Lord Dattatreya hält auch ein rotierendes Diskus-Chakra. Es ist ein runder Kreis ohne Beginn und ohne Ende. Wie das Universum bewegt er sich auch ständig, immer im Fluß. Er verwendet dieses Chakra, um alle Arten karmischer Bindungen seiner Verehrer zu zerstören. Seine rechte Hand hält einen Rosenkranz-japamala. Mit diesem zählt der Lord seine Verehrer und befreit sie, indem er bloß an ihren Namen denkt. In einer anderen Hand trägt der Lord den Wassertopf-kamandala. Dieser enthält den Nektar der reinen Weisheit. Mit diesem belebt er die Seelen wieder, die durstig nach Wissen sind und befreit sie von der endlosen Schleife von Leben und Tod.

Die vier Hunde von Dattatreya sind die Verkörperungen der vier Vedas (heilige Schriften). Sie folgen dem Lord, als „Hunde des Himmels, Wachhunde der höchsten Wahrheit“. Sie helfen dem Lord bei „der Jagd“ und beim Finden der reinen Seelen, wo auch immer sie geboren werden.

Hinter Lord Dattatreya ist die Kuh, die Kamadhenu genannt wird. Diese göttliche Kuh erfüllt die Wünsche aller jener, die den Lord suchen. Sie erfüllt alle materiellen und geistigen Wünsche der Verehrer des Lords.

Der Lord steht vor dem Baum Audumbara. Dieser ist der himmlische wunscherfüllende Baum. Er erfüllt die Wünsche jener, die vor ihm niederknien. Audumbara ist der Spender von Nektar, und wo immer er gefunden wird, findet man auch immer Lord Dattatreya in seinem Schatten.

Quelle: „das internet“

 

OM

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